Wahlprogramm zur Kommunalwahl am 14. September 2025

LI/BE/RA/LIS/MUS

Weltanschauung, die das Recht auf Freiheit, Eigenverantwortung sowie freie Entfaltung der einzelnen Person in den Mittelpunkt stellt.

„Hören was ist. Machen was geht!“

Die Leitplanken unserer Politik vor Ort sind Bürgernähe und ideologiefreie Entscheidungen im Sinne der Gemeinschaft. Kommunalpolitik muss – losgelöst von Parteiprogrammen – stets sachorientiert und konstruktiv debattiert werden.

In dutzenden Gesprächen mit Bürgern, Terminen vor Ort bei Vereinen, Treffen bei Unternehmen haben wir viele Themen aufgenommen und in unsere politische Arbeit eingebracht. Das erfolgreiche liberale neue Bürgerdialogformat „REDEZEIT“ ergänzte den direkten Austausch mit den Bürgern – Politik, die erst zuhört, dann handelt.

In hunderten ausgefüllten Themenabfragen (Postkarten, Onlineabfragen, Gesprächsnotizen) entstand ein Programm, dass auf dem tatsächlichen Bürgerwillen fußt. Ein ideologiefreies, offenes Angebot aus der Mitte der Bürgerschaft unserer Gemeinde. Wir haben verstanden: „Hören was ist.  Machen was geht!“

Wir haben es in der Hand – gemeinsam für Everswinkel und Alverskirchen!

KW Gruppe Parkplatz

Unsere Positionen

Demokratische Vielfalt sichern

Schaffung von mehr Transparenz und Mitspracherecht durch demokratische Parteienvielfalt. Wir sind multikulturell, interkulturell und transkulturell und das sollte sich auch in der Politik wiederfinden. Absolute Mehrheiten verhindern!

Starke Betriebe/starke Fachkräfte/starke Gemeinde

Wir wollen den Wirtschaftsstandort in Everswinkel und Alverskirchen stärken, denn eine starke Wirtschaft sichert Arbeitsplätze und bereichert unsere Gemeinde.

 

Wachstum braucht Platz: Die Gemeinde kann derzeit keine neuen Gewerbeflächen anbieten. Unternehmern muss eine Perspektive geboten werden. Wir setzen uns daher für die maßvolle Ausweisung neuer Gewerbeflächen ein. Mit dem geplanten Gewerbegebiet Nord sind wir unserem Ziel ein Stück nähergekommen, aber bis zur Umsetzung wird es noch dauern. An der Realisierung muss aus unserer Sicht mit mehr Nachdruck gearbeitet werden.

Für uns ist die wirtschaftliche Freiheit der Schlüssel für Wohlstand. Wir setzen uns dafür ein, dass die bürokratischen Hürden konsequent abgebaut werden und alles unkomplizierter erledigt werden kann. Eine Verwaltung, die schnell, transparent und lösungsorientiert arbeitet stärkt die lokale Wirtschaft und schafft Raum für Innovationen. Dafür muss das Rathaus noch digitaler werden.

Die lokalen Händler und Geschäfte machen unsere Gemeinde attraktiver. Wir setzen uns für ein breiteres Angebot ein und unterstützen die Bemühungen, einen Leerstand von Geschäften zu vermeiden, ausdrücklich.

Dorfentwicklung – Leben/Bauen/Wohnen

Wir stehen für eine Politik der Chancen. Unsere Gemeinde soll wachsen. Es gibt einen Bedarf an Wohnraum für Familien, Single-Haushalten und für ältere Menschen. Wir Liberale setzen uns daher für eine Innenkernbelebung, eine Nachverdichtung im Bestand, aber auch für das maßvolle Ausweisen von Neubaugebieten unter Berücksichtigung des Klimaschutzes, ohne weitere Regeln auf das Landes- und Bundesrecht draufzusatteln, ein.

Viele haben Ideen geäußert, wie sie sich eine weitere Belebung unserer Gemeinde vorstellen können. Wir haben die Anregungen aufgenommen. Hier einige Beispiel-Forderungen, die wir wahrgenommen haben und deren Ausgestaltung wir vorantreiben wollen:

  • Schaffung von Freizeitanlagen für junge Leute und Best Ager
  • Attraktive Plätze und Wege in Wohlfühlqualität zum Verweilen
  • Barrierefreiheit für Menschen mit Einschränkungen

hier haben wir noch Platz für Ihre/Eure Ideen gelassen, getreu unserem Motto: Hören was ist, machen was geht!

Mobilität – Verkehr mit Bewegung

Eine bedarfsgerechte Mobilität ist die Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und wirtschaftlichen Erfolg. Das Auto wird in unserem ländlichen Bereich weiterhin das wichtigste Verkehrsmittel bleiben. Eine ideologische Umerziehungspolitik mit kostspieligen Verkehrsbarrieren wird es mit uns nicht geben. Wir wollen unsere Gemeindestraßen und Wirtschaftswege kontinuierlich in einen guten Zustand versetzen.

Alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von ihren körperlichen Voraussetzungen, sollen sich möglichst frei und uneingeschränkt fortbewegen können. Wir setzen uns für barrierefreie Infrastrukturen, wie Busstationen und öffentliche Plätze, ein. 

Der Ausbau des Radwegenetzes einschließlich der Markierung von Fahrradwegen sowie der Einrichtung von Stellflächen und der Ausbau von Parkplätzen gehört für uns ebenso auf die Prioritätenliste.

Um der zunehmenden Verkehrsbelastung auf der Bergstraße und Von-Galen-Straße gerecht zu werden, müssen die Pendlerverkehre in Zukunft besser optimiert werden. Auf Dauer ist die Ableitung der Verkehrsströme über eine Ortsumgehung aus unserer Sicht unumgänglich.

Wir sind für die Erstellung von Kreisverkehren, wenn diese für ALLE Verkehrsteilnehmer sicher ausgestaltet werden können. Innerorts hat ein beauftragtes Sicherheitsaudit ergeben, dass sich nicht alle Hürden beiseiteschieben lassen.

Sinnvoll haushalten

Finanzielle Stabilität und verantwortungsbewusstes Handeln sind die Grundlagen für die Umsetzung von Maßnahmen, die unsere Gemeinde voranbringen. Das ist nicht nur das Gebot der Vernunft, sondern auch das Gebot der Generationengerechtigkeit. Wir setzen uns für eine sinnvolle Haushaltspolitik ein.

Gesundheit ist unbezahlbar

Eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung ist ein wichtiges und unverzichtbares Gut. Dazu gehört auch die Erreichbarkeitsquote für die Rettungseinsätze auf unserem Gemeindegebiet zu verbessern.

 

Im Notfall brauchen wir ALLE eine gut ausgestattete Feuerwehr. Die Umsetzung des Neubaus in Alverskirchen ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.  Aber auch für den Standort Everswinkel wird in naher Zukunft ein Grundstück mit Ausbaupotenzial benötigt, um sicherzustellen, dass auch in den nächsten Jahrzenten die zunehmenden Aufgaben der Kameradinnen und Kameraden sicherheitsgerecht bewältigt werden können.

Schulen/Kitas – Eine Investition in unsere Zukunft!

Wir haben eine tolle und vielfältige Kinderbetreuungs- und Schullandschaft in Everswinkel und Alverskirchen. Diese gilt es zu erhalten und zukunftssicher, angepasst an den demographischen Wandel, auszubauen. Dafür muss Geld in die Hand genommen werden. Hierfür werden von der NRW-Landesregierung unterstützend immer wieder Förderprogramme aufgelegt.

 

Ganztagsbetreuung wird zunehmend zur Regel und spielt eine zentrale Rolle für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir möchten die Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen und Initiativen verbessern, um das Betreuungs- und Bildungsangebot noch besser auszubauen.

 

Leider beobachten wir auch eine Zunahme an Konflikten und Gewaltbereitschaft unter Schülerinnen und Schüler. Wir Liberale fordern einen weiteren Ausbau der Schulsozialarbeit. Denn hier investieren wir aktiv und präventiv in unsere Zukunft.

Ehrenamt wertvoll und unverzichtbar

Das Ehrenamt leistet in unserer Gemeinde einen wertvollen Beitrag und trägt in vielen Bereichen zum Allgemeinwohl bei. An dieser Stelle möchten wir nicht nur allen Ehrenamtlichen danken, sondern auch den Firmen, die ihr Personal teilweise hierfür großzügig freistellen. Wir werden dieses Engagement weiterhin im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen und fördern.

Landwirtschaft

Die landwirtschaftlichen Betriebe sorgen für Ernährungssicherheit, pflegen die Kultur und prägen die Landschaft. Die Sanierung von Gemeindestraßen und Wirtschaftswege unterliegen einem kontinuierlichen Abnutzungsprozess. Wir unterstützen ausdrücklich eine regelmäßige und verstärkte Instandsetzung und halten es für sinnvoll, die bisherigen Ansätze insgesamt zu erhöhen.

Klimaschutz

Klimanotstand ist oft eine rein symbolische Forderung, ohne dass konkrete Maßnahmen formuliert werden. Wir haben verstanden, dass das Thema extrem wichtig ist und setzen daher darauf, zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern individuell auf unsere Gemeinde zugeschnittene Maßnahmen umzusetzen.

Verbesserung der kommunalen Zusammenarbeit

Sinnvoll Synergien nutzen – die interkommunale Zusammenarbeit stärken. Einige Maßnahmen wurden bereits erfolgreich umgesetzt. Die Abwasserbetriebe der Stadt Telgte, der Gemeinden Everswinkel, Ostbevern und Beelen arbeiten bereits seit Jahren erfolgreich unter TEO AöR zusammen. Die Kostenersparnis und bürokratische Hürden einer Verwaltungsinfrastruktur müssen dabei im Blick behalten werden. Wir sind der Meinung – da geht noch mehr. Wir möchten ein starkes Netzwerk zwischen den Kommunen bilden und kooperative Beziehungen schaffen.